Sonntag, 29. Januar 2012

Es dreht sich. Es wird kein guter Tag. Alles schmeckt nach Medikamenten, weil ich krank bin. Ich bin wütend aufgewacht. So wütend. Das ist ungewöhnlich. 
Ich bin so wütend, heute.
Zu gehen und sich an Menschen zu klammern, die gerade einfacher erschienen. Zu gehen, und mich liegen zu lassen.
Ich haben meinen Teil eingehalten, ich habe bis zu letzt gekämpft, bin stehen geblieben, obwohl die Welt sich weiter dreht. Aber du bist weg, und denkst es wäre nicht anders gegangen. Du bist weg, und denkst es wäre eine erwachsene Entscheidung gewesen.
Du hast nicht gekämpft. Und ich? Ich bin der weinende Vollidiot, der nicht mit seinen Gefühlen umgehen kann. Ich bin gescheitert, wenn auch leise.
Erinner dich, wie der Gedanke, ich könnte gehen, dir weh getan hat. Erinner dich nur kurz. Und versuche dann zu verstehen, wie es mir geht.
Ich schaue aus dem Fenster und sehe das es schneit.
Mein Kopf sagt mir dass es wohl endgültig Winter geworden ist, aber wer Bauchschmerzen hat spürt die Kälte nicht. Noch heute wünsche ich mir, wenn ich krank bin, jeden anderen Schmerz lieber als den, der mich gerade plagt.
Nachts über einem Kamillentee inhalierend wünsche ich mir fluchend Bauchschmerzen: Wie viel erträglicher wären Bauchschmerzen, man kann ja wenigstens frei atmen!
Habe ich Ohrenschmerzen sehne ich nichts mehr als Kopfschmerzen herbei, die mir in diesem Moment das kleinere Übel erscheinen.
Heute wünsche ich wirklich sehr ich würde frieren.
Auf dem Weg ins Bett geht mir durch den Kopf: "Ich will dich nicht wollen, ich will dich nicht wollen, ich will dich nicht wollen, nicht so sehr!"

IST DAS MEINE ZUKUNFT?

Wir haben wieder "Schluss" gemacht. Der Schmerz ist langsam, einfach nur noch Gewohnheit. Er hat gesagt "Ich werde dich gut behandeln." Pustekuchen. Für ihn ist das ein Spiel. Und ich sehne mich einfach nurnoch danach, was ernstes, festes zu haben.  Ich mag die Gute-Nacht-SMS jeden Abend wiederhaben, diese stundenlangen Umarmungen, diese leidenschaftlichen Versöhnungsküsse nach einem Streit, diese Umarmungen von hinten, diese "über die Wange-Streichler" und diese Küsse auf dir Stirn. Ich habe eigentlich mit J Schluss gemacht, in der Hoffnung, dass ich mit H zusammen kommen kann. Aber es geht nicht vorwärts, es ist das gleiche Spiel, wie vor J. Er hat selber gesagt, dass er mit meinen Gefühlen spielt und diese Beleidigungen, ich bin es Leid. Wäre es ihm ernst, wäre er gestern gekommen. Wieso soll ich ihm die ganze Zeit beweisen, dass es mir ernst ist? Das weiß er! Jetzt ist er an der Reihe. Und wenn er nicht will, weiß ich ja woran ich bin. & nein, nicht wieder 1000. seiner Worte & dahinter nur leere Luft. Ich glaube ihn einfach nicht mehr. Ich werd' sehen ob er sich ändert, oder es vorbei ist. 

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